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Forgotten Tomb - Negative Megalomania (2007)

Obwohl wir das Jahr 2007 in musikalischer Hinsicht erst mit dem Erscheinen des SHINING-Tonträgers Halmstad am 2.3. beginnen lassen wollten, können wir getrost jetzt schon die schwarzmetallischen Neujahrsraketen auf das Menschengeschlecht richten.

Denn die italienischen Spielleute um den Herrn Morbid, die sich zeitgleich mit SHINING dem suizidalen Schwarzmetall-Stil zuwendeten, ließen eine neue eigenwillige Komposition erscheinen, der sie den Titel Negative Megalomania gaben. Ob diese Scheibe die gute Kritik der musikalischen Weiterentwicklung verdient, bleibt offen. Fest steht, dass sich die Künstler auf ihrem fünfsätzigen, als Dark Metal bezeichnetem Werk sich klangkünstlerisch anders orientieren. So stellt die Negative Megalomania eine Symbiose aus Doom Metal und Black Metal dar, die sich noch ganz dem suizidalen Ideal verpflichtet fühlt. Doch an einigen Stellen wird der Zuhörer mit gesanglichen Untermalungen konfrontiert, die man jedoch aus ihrer inneren Konsequenz heraus begreifen sollte.

Begreift man die fünf, zehnminütigen Lieder als eine Spur, so kann man sie folgendermaßen beschreiben: Zu Beginn strömen mit "A dish best served cold" viele bracchiale Klänge ein. Der allseits bekannte und beliebte Schmerzensschreigesang unterstreicht die schwermütige Atmosphäre. Doch zugleich findet dem Stück eine melancholisch-melodiöse Zäsur statt, die im gesteigerten Maße in "No Rehab (Final Exit)" als Leitmotiv wieder auftaucht. Während die meisten Tonkünste des Suicidal Black Metal von mir als kathartische Momente empfunden werden, so kann man die monotone, sich wiederholende ambiente Musik als unterschwelligen Aufruf zur letzten Konsequenz ansehen. Doch glücklicherweise fungieren diese Töne nur als Einleitung für einen schweren Gesang, der von einigen Schmerzensschreien untermalt wird. Gut gesetzt klingt auch das Lied, was dem Album seinen Namen gab. Zehn Minuten, die von ordentlichen Schreien belegt werden, sorgen fürdie  intendierte Stimmung, auch wenn der nicht gekreischte Gesang für Ohren, die hauptsächlich kreischenden Stimmen lauschen, als gewöhnungsbedürftig und schon fast frevlerisch. Gesteigert wird dies durch das folgende Lied Scapegoat. Doch im Schlussakt Blood and Concrete erhält man dann den gewünschten Ausklang.

Zusammengefasst kann man diese Dark-Metal-Scheibe als positiv bewerten. Durch sie fühle ich mich stark an die guten alten KATATONIA- Scheiben erinnert; doch die musikalische Singularität von Forgotten Tomb bleibt doch noch bestehen.

AgapeXI (Berlin, 10. Februar 2007)

10.2.07 14:24
 


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